Neue Facebook AGB – So schützen Sie sich

So schützen Sie sich vor den Datensammlern

Privatsphäre schützen

Alle wollen unsere Daten


Wieder einmal ändert Facebook seine AGB und wieder ist das Geschrei groß und die Verschwörungstheorien gedeihen prächtig. Was macht und will Facebook und wie kann ich mich davor schützen?

Was passiert heute, wenn Facebook die AGB ändert? Facebook sammelt jetzt schon jede Menge Information über uns, wenn wir Facebook nutzen. Dazu gehören persönliche Daten wie Geburtstag, Wohnort und Ausbildung aber auch mit wem wir befreundet sind, was und wen wir „liken“ und ansehen. Jetzt geht Facebook noch weiter und sammelt auch, was wir außerhalb von Facebook im Internet unternehmen.

Was macht Facebook dann mit diesen Daten? Ziel von Facebook ist, uns die Werbung zu zeigen, die uns interessieren könnte. Das nennt man nutzungsbedingte Werbung. Sie suchen bei amazon nach einer neuen Digitalkamera? Facebook wird sich das merken und Ihnen entsprechende Werbung für Digitalkameras einspielen.

Cookies sind nicht nur leckere Plätzchen

Wie sammeln Facebook und andere Anbieter meine Daten? Das geht mit Hilfe von Cookies (zu Deutsch „Plätzchen“). Das sind kleine Textdateien, die je nach besuchter Website bei Ihnen gespeichert werden. Die Anbieter werten danach aus, wie, was und wo Sie sich im Internet angesehen haben.
Es wird also nicht Ihre gesamte Internethistorie gespeichert sondern nur gezielte Daten werden gesammelt, um Ihnen eine „positive Surferfahrung“ zu ermöglichen. Sie sollen vor allem das sehen, was Sie interessiert.

Cookies sind auch nicht immer schlecht sondern teilweise sogar nützlich und sogar erforderlich. Webshops funktionieren nicht ohne Cookies. In den Cookies werden Ihre Einkaufseinstellungen, z.B. Shop Suchen, Auswahl, Zahlungsbedingungen usw gespeichert. Ohne diese Cookies müssten Sie den ganzen Kaufvorgang in einem Rutsch auf einer einzigen und daher unübersichtlichen Seite abwickeln. Cookies ermöglichen dagegen Ihre Vorlieben auszuwerten. Wer per Überweisung oder paypal bezahlt wird daher gar nicht mehr nach der Kreditkarte gefragt.

Cookie Sammeln abschalten

Das Sammeln von Cookies können Sie auch komplett in den Einstellungen Ihres Browser abschalten.
So können Sie z.B. in Firefox unter „Einstellungen – Datenschutz“ festlegen, ob Webseiten Ihre Aktivitäten verfolgen dürfen oder nicht.

Eine neue EU-Richtlinie geht noch ein Stück weiter. Danach müssen alle Webseiten Sie über den Einsatz von Cookies informieren und Ihnen die Möglichkeit geben diese für jede einzelne Site abzuschalten. Leider hat die Bundesrepublik diese Richtlinie noch nicht umgesetzt. Daher sind Cookie Abfragen auf deutschen Webseiten noch selten. Cookie-Richtlinie in Europa

Wenn Sie nicht möchten, dass Webseiten Cookies speichern und damit Informationen über Sie sammeln, sollten Sie die Cookies in Ihrem Browser ausschalten. Denken Sie daran die Cookies wieder einzuschalten, wenn eine Website nicht richtig funktioniert und besonders wenn Sie etwas im Internet kaufen möchten.

Nutzungsbasierte Online-Werbung abschalten

Die jetzt von Facebook neu eingeführte nutzungsbasierte Werbung können Sie ebenfalls abschalten. Das geht nicht nur für Facebook, sondern für zur Zeit fast 100 Unternehmen, die ebenfalls nutzungsbasierte Werbung schalten, z.B. Google, amazon und andere. Und glücklicherweise müssen Sie das nicht einzeln, bei jedem Anbieter abschalten, sondern über eine zentrale Website. Unter YourOnlineChoices.com können Sie bequem jeden einzelnen Anbieter ein- oder ausschalten. Für Facebook brauchen Sie das nur ein einziges Mal zu tun, Facebook merkt sich Ihre Entscheidung und wendet sie auf alle Geräte, Browser und Apps an. Bei anderen Anbietern müssen Sie diese Site mit jedem verwendeten Browser besuchen und Ihre Vorlieben festlegen.

Das bedeutet dann aber nicht, dass Sie jetzt keine Werbung mehr bekommen, sondern dass die Werbung nicht mehr auf Ihrem Nutzungsverhalten basiert sondern „allgemein“ ist.

Nutzungsbasierte Werbung – Viel Lärm um Nichts?

Dass Internet Unternehmen unsere Daten sammeln ist ein Kollateralschaden des Internet. Insbesondere wenn wir etwas KOSTENLOS haben möchten bedeutet es nicht, dass wir nicht dafür bezahlen müssen. Nur die Bezahlung ist nicht in harter Währung, sondern im Sammeln und Auswerten unserer persönlichen Daten.
Das kann angenehm sein, wenn z.B. Google Maps mir als Ziel gleich das Restaurant vorschlägt, das ich eben gesucht habe, oder unangenehm, wenn im Büro dauernd Windeln für Erwachsene gezeigt werden, nur weil ich der Oma beim Einkauf geholfen habe.

  • Wenn Sie persönliche Daten und Internetnutzung privat halten möchten, schalten Sie die Cookies ab.

Mit nutzungsbasierter Werbung habe ich deutlich weniger Probleme denn

      Werbung sehe ich sowieso.
      Dann lieber Werbung die mich interessiert und betrifft statt irgend etwas

Bedenken Sie immer, dass auch die Webseiten Anbieter und Betreiber Geld verdienen müssen. So funktioniert diese Site hier nur, weil wir Werbung schalten und hoffen, dass für die meisten Besucher auch etwas attraktives dabei ist. Wenn Sie eine Zeitung oder Zeitschrift kaufen oder TV sehen wird Ihnen Werbung präsentiert. Und auch hier ist man um den Erfolg der Werbung besorgt und versucht vor allem Anzeigen zu schalten, die den Interessen der Leser (Zielgruppenanalyse) entspricht. Ohne die Werbung würden die Druckerzeugnisse mindestens das Doppelte kosten und das Fernsehen müssten Sie bezahlen.

Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand! Und denken Sie immer an das schöne amerikanische Sprichwort „There ain’t no soch thing as a Free Lunch!“ (Es gibt kein „Kostenloses Mittagessen“). Auch wenn Sie nicht Geld bezahlen müssen ist es immer noch nicht kostenlos.

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